Gedanken und Wissenswertes

 
DIE ZUKUNFT DER STOFFE

 
Neben Ă€sthetischen Gesichtspunkten gibt es noch andere Aspekte, die man bei der Arbeit mit Stoffen berĂŒcksichtigen muss. Dieses Exponat aus der Ausstellung „Wonderland“ zeigt alternative AnsĂ€tze, die auch Faktoren wie biologische Abbaubarkeit und Lebensdauer des Produkts berĂŒcksichtigen.

„Wonderland“ ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts von Professor Tony Ryan von der Sheffield University, der Modedesignerin Helen Storey und der Textildesignerin Trish Belford. Dieses Projekt bringt die Welten von Kunst, Mode und Wissenschaft in Form einer faszinierenden Installation zusammen, die im Januar 2008 am London College of Fashion im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt wurde.

„Wonderland“ besteht aus einer Reihe von Kleidern, die aus textilen Stoffen gefertigt wurden und die sich langsam im Wasser auflösen. Diese Kleider dienen als faszinierende Metapher fĂŒr die zentralen Themen des Projekts. Jedes Kleid reagiert anders, wenn es ins Wasser getaucht wird, und es entstehen Unterwasser-Feuerwerke, die die Schönheit der sich zersetzenden Stoffe unterstreichen.

Die sich auflösenden Kleider provozieren die Frage nach der Nachhaltigkeit unserer heutigen Modeindustrie und unserem Umgang mit Abfall. UrsprĂŒnglich lag der Schwerpunkt des Projekts beim Problem der Abfallberge aus Kunststoffflaschen und dem Konzept der „intelligenten“ Verpackung. Davon ausgehend wurde ein Material entwickelt, das sich in heißem Wasser auflöst und eine Art Gel bildet, in dem Pflanzen ausgesĂ€t werden können. Dieses Material könnte vielleicht die Verpackungsindustrie revolutionieren.

btt